Mattro

Unsere
Geschichte

Im Geschwindigkeitsrausch der technischen Entwicklung entfernen wir uns mit zunehmendem Drehmoment von unseren Gründungsmoment. Unsere Geschichte nehmen wir dennoch mit, denn in ihr steckt unsere DNA und unsere Zukunft. Sie, unsere Geschichte, beginnt mit der Sehnsucht aller, die gerne im offenen alpinen Gelände unterwegs sind: Mit der Sehnsucht nach Speed und Freiheit.

Das sind die Attribute, mit denen die Automobilindustrie ihre Artefakte verkauft, ohne sie unbedingt selbst zu leben. In der Datumsanzeige auf dem Rechner von Alois Bauer steht das Jahr 2005, als es dem gelernten Fahrzeugbauer und geborenen Freigeist in seiner Anstellung bei einem Zulieferbetrieb endgültig zu eintönig wird.

Statt das Hamsterrad von bis zu dreijährigen Projektlaufzeiten für die Entwicklung einer Zierleiste weiter zu drehen, macht sich der vielseitig beschlagene Techniker aus Schwaz mit Mattro selbstständig. Sein Interesse gilt den geländegängigen Spezialfahrzeugen, wie sie im vielfach unwegsamen Tirol vielfach gebraucht werden. Bald entwickeln wir selbst als Teil eines Firmenkonsortiums an der Entwicklung eines Geländefahrzeugs mit, das aus konstruktiver Notwendigkeit heraus einen von Diesel befeuerten Elektroantrieb bekommt. Statt eines Allradantriebsstanges bekommt der „Steinbock“ aus Gründen der Raumersparnis vier elektrische Radnabenmotoren.

Ein Projekt im Firmenverband weiter baut Mattro an einem robotisch gehandleten Wechselakku-System für Elektroautos mit. Dabei erwirbt sich das Einpersonenunternehmen unseres Gründers über die Verdienste am Gelingen des Vorhabens auch als eines der allerersten in Österreich und darüber hinaus handfestes Wissen im Batteriebau für emissionsfreie Mobilität – einer Disziplin kaum älter als wir selbst.

Durch hartnäckiges Dranbleiben entwickelt sich Mattro zum Batteriespezialisten, der einen der Anwendungsbereiche für die immer stärker werdenden Akkus gleich selbst erschafft: Mit dem „Ziesel“

entsteht in unendlich aufwändiger Entwicklungsarbeit ein vollelektrisches Raupenfahrzeug. Zuerst ganz klassisch daheim in der Garage, dann in den firmeneigenen Räumlichkeiten in den Industriehallen, in denen früher das Silber aus dem Bergwerk von Schwaz verhüttet wurde.

Als kühne Crossover-Konstruktion eines elektrischen Einsitzers bringt es der Ziesel 2014 in Stefan Raabs Show „Schlag den Raab“ zu Fernseh-Fame: Das Wettrennen eines halben Dutzends „Ziesel“-Fahrer auf einem Parcours in Köln entfacht noch während der Sendung ein derartiges Interesse am „Ziesel“, dass die Mattro-Website binnen Minuten unter den Anfragen in die Knie geht. Das YouTube-Video zur Show erreicht über 600.000 Aufrufe.

Statt auf den Lorbeeren Siesta zu halten, glückt uns nach harter Arbeit ein technisches Kabinettstück: Unser „Ziesel“ fährt sogar zugelassen auf der Straße!
Nicht nur, weil Kapital in jedem Start-up ein knappes Gut ist, elektrifizieren wir parallel dazu bei steigendem Personalstand im Rahmen stets herausfordernder Engineering-Projekte auch die Sonderfahrzeuge Anderer. Durch den „Ziesel“ wird auch der Schweizer Hersteller Aebi auf uns aufmerksam. In seinem Auftrag elektrifizieren wir einen steilhangtauglichen Heulader.

Andernorts bringen uns große technische Erfolge vorerst noch nicht den erhofften finanziellen Gewinn. Wir verausgaben uns im permanenten Spagat zwischen Entwicklung und Produktion und haben Kopf und Kalender nicht frei genug für die kaufmännischen und organisatorischen Aufgaben.

2018 ziehen wir die Notbremse und wählen die Exitstrategie der Insolvenz, in der wir Mattro für einen Neustart herunterfahren. Den Reset-Button drücken wir im Mai 2019 zusammen mit der auf Hydraulik spezialisierten HAWE-Gruppe aus München, mit wir uns auf eine gemeinsame Zukunft verständigen:


Als Teil der HAWE-Gruppe haben wir nun auch freien Zugang zu exquisitem Hydraulik-Knowhow und den Wind eines Konzernvertriebs in unseren Segeln. Dafür setzen wir HAWE unter Strom, wo Elektrifizierung gefragt ist.

Wir selbst haben uns im Reset neu sortiert und unsere Arbeit und Geschäfte feinsäuberlich auf die Divisionen Engineering (Leitung: Marco Bauer), Battery & Components (Leitung: Martin Berger) und Vehicles (Leitung: Benjamin Knaus) aufgeteilt.

Der Rest wird Geschichte.

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